Wozu brauchen Sie Gefühle und was sind Emotionen?

Gefühle entstehen und verschwinden, wie die Wolken am Himmel. Sie werden als angenehm oder unangenehm empfunden, je nachdem welche Erfahrungen Sie gemacht haben. 

Emotionen sind sehr intensiv und folgen spontan als Reaktion auf etwas. Emotionen sind angestaute oder nicht gelebte Gefühle!

Gefühle und Gedanken liegen ganz eng beisammen. Es entsteht ein Gefühl in einer Situation und schon ist der passende  Gedanke da oder umgekehrt. Zum Beispiel fühlen Sie sich unwohl, wenn Sie von einer Person grimmig angeschaut werden. Sie interpretieren vielleicht „so eine unfreundliche Person“ oder „ was hat die/der gegen mich?“ oder „hab ich etwas falsch gemacht?“ Wenn Sie gleich auf die Person zu gehen und Sie Ihre Wahrnehmung ansprechen, kann sich die Situation aufklären und das Gefühl verschwindet. Natürlich nur, wenn Sie dies ohne Vorwurf oder Drohung machen. Wenn Sie das nicht ansprechen oder für sich klären, wird das Gefühl als unangenehm abgespeichert. Summieren sich die unangenehmen nicht gelebten Gefühle, so stauen sie sich zu Emotionen an, die nicht mehr so leicht zu steuern sind. D.h. Sie explodieren bei einer Kleinigkeit oder laden ihren Ärger dort ab, wo er nicht hingehört. „Wenn das Fass voll ist, läuft es über.“

Das passiert Ihnen bei freudigen Erlebnissen wahrscheinlich nicht. Da haben Sie gelernt, das Gefühl der Freude zu spüren, anzunehmen und auszuleben. D.h. eine Person die uns anlächelt, löst ein angenehmes Gefühl in uns aus und Sie werden mit einem Lächeln im Gesicht auf die Person zu gehen und etwas zu dieser sagen. Dies hat damit zu tun, dass wir von klein auf die Erfahrung gemacht haben, das angenehme Gefühl der Freude bedingungslos leben zu können. Wenn Sie als Kind die Erfahrung gemacht haben, das Wut, Angst und Trauer auch ihre Berechtigung haben, dann werden Sie diese Gefühle nicht als unangenehm einstufen. Wenn Sie diese jedoch als unangenehm erlebt haben, haben Sie vermutlich die Erfahrung gemacht, dass Wut, Angst und Trauer tabu waren oder als schlechte Gefühle benannt wurden. z.B. „Du brauchst nicht traurig sein.“ oder „Indianer kennen keinen Schmerz.“ oder „Du brauchst keine Angst haben.“

Wie Sie sehen wird der Grundstein der Gefühle in der Kindheit gelegt. Wenn Sie z.B. die Erfahrung gemacht haben, in der Familie sich wohlzufühlen, dann werden Sie immer ein Gefühl der Freude empfinden, wenn die Familie zusammen kommt, Gespräche führt oder gespielt wird. Wenn Ihre Erfahrungen in der Familie jedoch die waren, dass oft geschrien wurde, Gehässigkeiten fielen, Drohungen oder ähnliches immer wieder ausgesprochen wurden, dann werden Sie wahrscheinlich unangenehme Gefühle empfunden und als Angst, Wut oder Trauer abgespeichert haben.

Das heißt je nach dem was Sie erlebt oder erfahren haben, entsteht eine innere Landkarte auf der Sie sich zurechtfinden und Ihr Blick auf Situationen und Menschen in Ihrem Umfeld. Sie haben natürlich die Möglichkeit sich Ihre unangenehmen Erfahrungen bewusst zu machen, zu lernen damit umzugehen und zukünftig als angenehme Erlebnisse zu erfahren. Somit ist es möglich Ihre alten Erfahrungen durch neue zu ersetzen.

Warum der Bezug zu allen Grundgefühlen essentiell und lebenswichtig ist, Emotionen krank machen und gelebte Gefühle für Ihre Gesundheit sorgen, erfahren Sie in meinem nächsten Blog. 

Viel Freude dabei, ihre Gefühle authentisch zu leben und den Mut zu haben diese anzusprechen. 

Ich freue mich über Ihre Rückmeldung und Ihre Erfahrungen mit diesem Thema.
Alles Liebe und viel Erfolg,

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