Wie gute Zusammenarbeit zwischen Jung & Alt gelingen kann! 

Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt verläuft nicht immer so reibungslos, wertschätzend und einfach, wie viele glauben. 

Viele junge Menschen wollen ihre Ideen einbringen und ältere MitarbeiterInnen meinen sehr oft, dass nur ihr Weg der richtige ist. Wir hören sehr oft von älteren MitarbeiterInnen: „Ich werde eh nicht mehr gebraucht. Sie sollen doch schauen, wie sie ohne mich weiter kommen!“ und junge Personen sage häufig: „ Egal was ich mache, es passt eh nicht. Keiner erklärt mir etwas, wie soll ich das denn machen!“ Da ist die Motivation von beiden Seiten meistens im Keller. Frust breitet sich aus, Kommunikation fehlt und wenn´s nicht passt, wird das Unternehmen gewechselt oder die Krankenstände nehmen zu.  Doch das führt in vielen Unternehmen zu großen Problemen, da wichtige Jobs nicht ausreichend und rechtzeitig nachbesetzt werden können. Frust, Stress & Druck erhöhen sich und so ist das Arbeitsklima sehr angespannt. 

Junge Menschen wollen heute nicht „Job nach Vorschrift“ machen. Killerphrasen wie, „das haben wir immer schon so gemacht“, „Vorschrift ist Vorschrift“, „ihre Meinung interessiert mich nicht, sie machen das jetzt so“, führen dazu, dass sich junge Menschen unverstanden und deplatziert fühlen. Sie wollen sich einbringen, ernst genommen werden, wollen mitdenken und mitgestalten. 

Somit müssen viele der älteren MitarbeiterInnen lernen, geduldig zu sein, sich Zeit für Fragen zu nehmen, andere Sichtweisen anzunehmen, Neues auszuprobieren, neue Denkweisen kennenzulernen, Interesse am anderen zu haben, Beziehungen aufzubauen, bereit zu sein neuen Mitarbeitern zu vertrauen und auch von ihnen zu lernen. 

Unternehmen, wo zwischen jungen und älteren MitarbeiterInnen ein guter Kommunikations-Austausch gelingt, profitieren langfristig. Bekanntlich gelingt das nicht einfach so, daher liegt es an der Unternehmensleitung, Vorsorge dafür zu treffen, dass die Generationen gut miteinander klarkommen und somit wertvolles Unternehmen-Know-How erhalten bleibt.

Viele ältere MitarbeiterInnen der „Baby-Boomer-Generation“ sind einerseits fachliche Experten, haben jedoch oft Schwierigkeiten dieses Wissen an junge KollegInnen weiterzugeben. Manche aus Zeitmangel, anderen fehlt es an sozialer Kompetenz. Eine Möglichkeit das auszugleichen ist, wenn ältere MitarbeiterInnen zu internen MentorInnen ausgebildet werden. Dort lernen sie, wie man mit jungen Arbeitskräften umgeht und wie sie ihr Wissen optimal weitergeben.  Hier geht es um die Entwicklung von sozialen Kompetenzen, die Kunst der Wissensvermittlung, Kommunikations-Kompetenz, gute Fragen zu stellen, Persönlichkeitsschulung, sowie den Sinn der Arbeit zu erkennen und die Vision des Unternehmens zu vermitteln. Ältere MitarbeiterInnen wollen gebraucht werden, wollen weiter das Gefühl haben wichtig für das Unternehmen zu sein und leisten so als MentorInnen einen Beitrag zum Unternehmenserfolg. 

Die jungen MitarbeiterInnen fühlen sich gut aufgehoben, da die erfahrenen und gut geschulten MitarbeiterInnen Ihnen behilflich sind, im Unternehmen erfolgreich Fuß zu fassen und mit Rat, Wissen und viel praktischer Erfahrung zur Verfügung stehen.

Ältere MitarbeiterInnen, die vor der Pensionierung stehen oder vielleicht schon in Pension sind, als Mentoren für junge MitarbeiterInnen einzusetzen, macht Sinn. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe junge Menschen zu trainieren, zu coachen, Erfahrungen weiter zu geben und sie so aufzubauen, dass sie Freude an Ihrer Arbeit haben. 

So gelingen eine gute Zusammenarbeit zwischen Generationen und ein erfolgreicher Know-How-Transfer zwischen Jung  und Alt. 

Welche Erfahrungen haben Sie bereits zu diesem Thema gemacht? Schreiben Sie uns.

Andrea und Paul Würzner
 

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