Sind Sie eine "gute" Führungskraft?

Die meisten Führungskräfte würden diese Frage mit ja beantworten. Wenn jedoch Mitarbeiter dies bewerten, würden die Wenigsten diese Frage mit ja beantworten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie.

Was bedeutet es eine gute Führungskraft zu sein?

Zu Beginn eines Trainings stellen wir Führungskräften oft die Frage, was es bedeutet eine gute Führungskraft zu sein. Anbei ein kleiner Auszug der erhaltenen Antworten: „Vorbild sein, Verantwortung übernehmen, eine Vision entwickeln, Rahmenbedingungen für positives arbeiten schaffen, selbstmotiviert bleiben, die Kreativität der Mitarbeiter abholen und nutzen, Unternehmenszielen übersetzen, Konflikte erkennen und klären, Entscheidungen treffen und durchsetzen, Arbeitskräfte motivieren, Aufgaben delegieren, zuhören, gut kommunizieren können, Feedback geben, Stärken und Schwächen der Mitarbeiter erkennen, Arbeitskräfte fördern, offen sein für Kritik, …“ 
Vielen Menschen ist nicht klar, wie diese Vielzahl von Führungskompetenzen und Führungsfähigkeiten eingesetzt werden.
 
Die meisten Führungskräfte haben nicht gelernt zu führen!

Die Problematik dabei ist, dass die wenigsten Führungskräfte Führung gelernt haben, genauso wie kein Elternteil gelernt hat, wie man Kinder richtig erzieht. Sie finden den Vergleich nicht passend. Nun in Wirklichkeit ist ja Eltern sein nichts anderes als Kinder zu führen, oder? Und falls Sie selbst Kinder haben, wissen Sie vermutlich, was ich damit meine. Wie unsicher ist man als Elternteil, wenn man entscheiden soll, was das Kind darf oder nicht und wie man sich verhalten soll, wenn die Kinder einmal nicht folgen. In den meisten Fällen ist jeder in die Elternrolle hineingestolpert und hat sich vieles durch „learning by doing“ angeeignet. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei dahingestellt.

Wie wird man eine Führungskraft?

Ganz ähnlich ist es vielen ergangen, die eine Führungsverantwortung erhalten haben.
Einige sind frisch von der Universität gekommen und andere sind als gute Fachkraft bekannt und werden zu einer Führungskraft. In beiden Fällen hat es keine Führungskompetenz-Ausbildung gegeben, die notwendig ist, um eine erfolgreiche Führungstätigkeit durchzuführen. Daher wäre es sehr zum Vorteil, wenn neue Führungskräfte in Zukunft zuvor wichtige Führungskompetenzen erlernen.  

Wie führt man ohne Führungskräfteausbildung?

Wird dies verabsäumt, wird die neuernannte Führungskraft so führen, wie sie selbst Führung erlebt hat. Mit anderen Worten, sie führt dann so wie sie das bei ihren Eltern gesehen, in der Schule erlebt oder bei Vorgesetzten erfahren hat. War das zum Beispiel überwiegend autoritär, dann hat diese Führungskraft in den meistens Fällen auch einen überwiegend direkten und fordernden Führungsstil. Geschulte Führungskräfte können den Führungsstil an die jeweilige Situation anpassen und auch vom Reifegrad des Mitarbeiters abhängig machen. 
Ein zweites Beispiel ist, wenn Vorgesetzte mit einem Mitarbeiter eine Meinungsverschiedenheit haben. Führungskräfte die nicht gelernt haben, sich hier sachlich und neutral zu verhalten, geraten oft leicht in Wut und Ärger und nützen ihre Macht gegenüber Ihren Mitarbeitern aus. Zum Beispiel, indem diese laut werden oder einfach Befehle erteilen, wie „Ich bin Ihr Vorgesetzter und sie machen dass jetzt so wie ich es Ihnen gesagt habe!“  Auch in diesem Fall sollten Führungskräfte mit Widerstand kompetent umzugehen, um MitarbeiterInnen zu erreichen und keine Missstimmung im Team aufkommen zu lassen.


Mit welchen Herausforderungen werden Sie als Führungskraft konfrontiert?
Was bedeutet es für Sie eine gute Führungskraft zu sein? 

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